Impaktite - Dr. Christian Pinter - Fotogalerie

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Meteoritisches
Impaktite

... sind irdisches Gestein, verändert bei einem heftigen, kraterbildenden Meteoriteneinschlag - durch Druck und Temperatur. Sie  werden im oder sehr nahe am Krater gefunden und dienen zur sicheren  Identifikation einer Impaktstruktur. Die Einschlagskrater selbst sind ja  oft bis zur Unkenntlichkeit verwittert.


Impaktbrekzien
Oft wird Gestein verschiedener Schichten durcheinander gewirbelt und in eine Impaktbrekzie verwandelt.

Eine sogenannte Bunte Brekzie aus dem Nördlinger Ries.
Hier eine Impaktbrekzie aus Rochechuart in Frankreich.
Der Krater von Rochechuart ist 214 Mio. Jahre alt und 21 km weit.
Seine Brekzien zeigen je nach genauem Fundort unterschiedliche Tönung.
Erst mit Hilfe der Brekzien kam man dem nicht mehr erkennbaren Rochechuart-Krater 1969 auf die Spur.

Strahlenkegel
Bei niedrigen Drucken entstehen sogenannte Strahlenkegel, die besonders im Kalkgestein spektakulär aussehen können.


Ein Strahlenkegel aus dem deutschen Krater Steinheim im Meteoritensaal des NHM. 
Übrigens finden sich solche Strukturen auch im österreichischen Meteoriten Ybbsitz. Sie entstanden beim Einschlag eines Objekts in den Mutterkörper. Fotografiert im Meteoritensaal des NHM.

Impaktgläser
Oft kommt es auch zu Verglasungen. Dann entstehen sogenannte "Impaktgläser", die ebenfalls in mannigfacher Gestalt und Farbe existieren.


Dies ist ein solches Impaktglas vom Darwin-Krater auf Tasmanien. Alter: 800.000 Jahre.
Ähnlich alt dürften diese Impaktgläser vom kasachischen Zhamanshin-Krater sein. Man nennt sie "Irgizite".
Hingegen gibt es dieses "Flädle" vom Nördlinger Ries bereits seit 15 Mio. Jahren.
Ist der Tiroler Köfelsit nur durch die Reibung beim Bergsturz entstanden oder ebenfalls ein Impaktit?
Auch das prächtige Libysche Wüstenglas gilt vielen Forschern als Impaktit.
Ein Krater fehlt. Womöglich zerriss es den Meteoriten hoch in der Luft; der Hitzeblitz schmolz den Sand.
Dafür spricht der Einschluss meteoritischen Materials, der sich hier am braunen Farbton verrät.
Auf Haiti findet man verwitterte Glaskügelchen, die mit dem mexikanischen Chicxulub-Krater und dem Riesenimpakt vor 65 Mio. Jahren zusammen hängen (Artikel).
Dieser Einschlag vor 65 Mio. Jahren löschte mutmaßlich die Saurier und andere Arten aus. Hier noch mehr Glaskügelchen.
Eine vielerorts anzutreffende, iridiumreiche Schicht erzählt von der Katastrophe.
 
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