Instrumentierung der Balkonsternwarte
Mein Teleskop steht in Floridsdorf: Also in Wien und mit Blick über Wien.
Schlimmer könnte es, was die künstliche Lichtpest anlangt, kaum sein. Trotzdem versuche ich, ansprechende Himmelsfotos zu erstellen.
Das achtzöllige Meade LX90 ist gerade noch leicht genug, um es zwei Meter vom Zimmer auf den Balkon zu ziehen.
Die nötigen Zusatzgeräte sind größtenteils fix am Instrument montiert. Die Elektronik ruht in der Box zwischen den Teleskopbeinen. Sie ermöglicht die Fernsteuerung der gesamten Anlage.
Vom Zimmer aus kontrolliere ich Teleskop, Kameras, Fokusmotor und den Bahtinov-Masken-Motor. Fotos bzw. Videos gelangen direkt in meinen PC.
Außerdem werden dort die am Teleskop montierten Sensoren für Wolken, Temperatur und Feuchtigkeit ausgelesen. Näheres hier.
Der Balkon bietet großteils freie Sicht von Südsüdost bis Westnordwest. Zum Einsatz kommen dort am LX90 die Canon EOS 650D, die astromodifizierte Canon EOS 700Da oder die hochauflösende CMOS-Cam Zwo Asi 678MC. Huckepack am Teleskop lassen sich Kameraobjekte mit 50 bis 500 mm Brennweite betreiben.
Ergänzt wird das LX90 vom Dwarf 3. Bei mäßigem Wind reicht die Montage am Balkongeländer. Sicher am Küchenfensterbrett fixiert, erschließen sich für das Smart Telescope die anders kaum erreichbaren Himmelsrichtungen von Nordnordwest bis Ostsüdost. Das Dwarf wird übriges vom Smartphone aus gesteuert. Das Fenster selbst bleibt dabei geschlossen.