Sonne: Stimmungsbilder
Richten Sie optische Instrumente - und dazu zählen auch Kameraobjektive - niemals ohne spezielle, fachgerechte Schutzmaßnahmen auf die Sonne oder auch nur in deren Nähe! Erblindung droht. Astronomie-Fachhändler bieten entsprechende Schutzfilter.
Im Jahresverlauf passiert die Sonne jeden der möglichen Horizontpunkte beim Aufgehen zweimal (die Extrempunkte werden nur einmal pro Jahr erreicht, zur Winter- und zur Sommersonnenwende). Ähnliches gilt für den Sonnenuntergang.
Morgens wandern die Punkte z.B. (grob) von Nordost bis Südost, abends (grob) von Nordwest bis Südwest. So wurde der Horizont früher vielerorts zum Kalender.
Die Sonne versinkt aus meiner Perspektive zweimal im Jahreslauf hinterm Leopoldsberg. Das Foto oben ist überhaupt eines meiner ersten Astrofotos (Brennweite = 900 mm)
In späteren Jahren konnte ich 2.000 mm Brennweite nützen
Mittlerweile verstellt mir leider ein Baum die Sicht auf diesen interessanten Abschnitt des Landschaftshorizonts
Und auch der Untergang hinterm benachbarten Kahlenberg - hier dessen Kirche - ist von meinem Balkon aus heute nicht mehr fotografierbar
Turbulenzen der Lufthülle zerfransen den Rand der untergehenden Sonne
Entsprechend unscharf bilden sich die Sonnenflecken hier ab
Die atmosphärische Refraktion hebt Gestirne scheinbar etwas höher. Der Effekt nimmt nahe am Horizont rapide zu.
Der untere Rand der tief stehenden Sonnenkugel wird optisch somit stärker angehoben als der obere. Daher erscheint sie dort arg zusammen gestaucht.
Unterschiedlich warme Luftschichten brechen Licht verschieden stark und verzerren so das Bild der über dem Meer untergehenden Sonne (Fotodaten)
Über dem Meer treten Verzerrungen besonders deutlich auf, wegen des extrem niedrigen Landschaftshorizonts. Da mag sich das Bild eines Gestirns sogar in Teile spalten
Die Stärke der Lichtbrechung hängt auch von der Wellenlänge ab. Am Sonnenrand deutete sich ein "Grüner Strahl" an, der vor dem Sonnenuntergang leider verschwand (Fotodaten)