Licht - Dr. Christian Pinter - Fotogalerie

Suche
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Das Licht

Die UNESCO hatte 2015 zum Jahr des Lichts erhoben. Hier finden Sie einen sehr ausführlichen Artikel über das Licht. Die folgenden Fotos illustrieren einige seiner Eigenschaften.


Das Infrarot

 

 

Kameras ohne IR-Blockfilter halten auch das für uns unsichtbare infrarote Licht der LED einer Fernbedienung fest.

 

 

Pflanzen schlucken Sonnenlicht und geben Infrarotstrahlung ab - wie dieses IR-Foto belegt.

Artikel zum Thema

 

 

Die Photonen

 

 

Der CCD-Sensor in der Kamera addiert die Photonen während der Belichtungszeit. Daher kann man auch bei Mondenschein fotografieren.

 

 

 

Das Meer im Licht des Vollmonds, ein paar Sekunden lang belichtet.

 

Hinter den Bergen rechts erstreckt sich Athen.

 

 

Die Farben

 

 

Objekte erscheinen in Farben, weil ihre Stoffe bestimmte Wellenlängen des Lichts schlucken und die anderen in unser Auge werfen.

 

 

Natürliche Quellen senden zumeist Licht aller Wellenlängen aus, wie das Reflexionsspektrum der Venus (links oben) zeigt.

 

Das Spektrum einer Natriumdampflampe ist aber ebenfalls im Bild. Hier sind bestimmte Farbanteile klar favorisiert.

 

 

Angeregte, dünne Gase senden nur Licht gewisser Wellenlängen aus. Der Sauerstoff strahlt dabei rot oder grün, wie das Polarlicht belegt.

 

 

Die Streuung

 

 

Die Streuung des Sonnenlichts an Atomen und Molekülen der Luft schenkt uns das Blau des Himmels.

 

 

Im Gegenzug färbt sich die Sonne gelblich. Beim Sonnenuntergang wird die Streuung besonders stark.

 

 

Denn beim Sonnenuntergang muss das Licht einen bis zu 39 mal längeren Weg durch die Luft zurücklegen.

 

 

Ein Sonnenuntergang über dichtem Nebel - darunter versinkt alles im eigentümlichsten Orange.

 

Blaues Licht wurde durch die Streuung vor Eintritt in den Nebel weggezaubert.

 

 

Auch die künstliche Lichterflut wird an Teilchen der Luft gestreut: Diese Lichtverschmutzung irritiert Tiere und stiehlt die Sterne vom Himmel.

 

Der Kopfschatten markiert den Gegenpunkt zur Sonne. Dort ist die an sich schon intensive Rückwärtsstreuung besonders stark.

 

So entsteht eine Aufhellung um den eigenen Kopf, der "Heiligenschein".

 

 

Auf Ackererde oder Gras ist der Heiligenschein, auch "Aureole" genannt, besonders gut zu sehen.

 

Wichtig ist niedriger Sonnenstand.

 

 

Rund um den Schatten des "eigenen" Flugzeugs erkennt man einen Heiligenschein. Wassertröpfchen in den Wolken umgeben ihn mit einer farbigen Glorie.

 

 

Die Spiegelung

 

Zwei Spiegel im rechten Winkel reflektieren Lichtstrahlen doppelt. Daher zeigt das Duo Objekte nicht spiegelverkehrt - wie die Aufschrift beweist.

 

Legte man einen dritten Spiegel darunter, entstünde ein Retroreflektor.

 

 

Retroreflektoren werfen Licht besonders stark in Richtung der Quelle zurück.

 

Fahrradrückstrahler und moderne Verkehrszeichen zählen dazu.

 

 

Auch die Erde spiegelt Sonnenlicht ins All. Der junge Mond belegt dies mit dem Erdschein.

 

 

Die Brechung

 

 

Beim Eintritt von einem Medium ins andere ändert Licht sein Tempo. So kommt es zur Brechung. Die Kette wirkt geknickt.

 

Die Turbulenzen in der Luft zerfransen den Rand der untergehenden Sonne durch unterschiedlich starke Brechung.

 

 

Die Dispersion

 

 

Die atmosphärische Brechung hebt jedes Gestirn ein wenig nach oben.

Wegen der Dispersion wird blaues Licht stärker gebrochen als rotes.

 

So zeigen Saturn und sein Ring hier einen roten und einen blauen Rand.

 

 

Ein Schrank mit Spiegeln an den Türen wirft diese simplen Spektren auf den Zimmerboden. Die Spiegelkanten wirken wie Glasprismen mit deutlicher Dispersion.

 

 

Die unterschiedlich starke Brechung von rotem und blauen Licht, die Dispersion, erklärt die Farben des Regenbogens.

 

Oft liegt außerhalb noch ein zweiter mit umgekehrtem Farbverlauf.

 

 

Der Zirkumzenitalbogen gehört zu den Halo-Erscheinungen. Auch hier sorgt die Dispersion für Farbigkeit.

 

 

Schweben Eiskristalle in der Luft können links und rechts der Sonne durch die Brechung sogenannte Nebensonnen aufleuchten.

 

 

Nebensonnen bilden sich durch Cirrus-Wolken. Solche Wolken sind bei Sternfreunden wenig beliebt.

 

 

Nebensonnen erblickt man mitunter sogar im Kondensstreifen eines Jets.

 

 

Die Beugung

 

 

Die Beugung des Lichts an den Haaren sorgt bei Aufnahmen im Gegenlicht für einen hübschen Saum.

 

 

Ein farbiger Kranz (Aureole) legt sich um den Mond. Ursache ist hier die Beugung an Wassertröpfchen.

 

 

Blickt man durch angehauchte Fenster, entsteht ebenfalls ein Kranz um Lichtquellen. Denn im Atem finden sich Wassertröpfchen.

 

 

Irisierende Wolken glitzern in Perlmuttfarben - wegen der Streuung des Sonnenlichts an Wassertröpfchen unterschiedlicher Größe.

 

Die Farbsättigung wurde nicht verstärkt.

 

 

Extrem farbige irisierende Wolken traten am 10. Jänner 2015 auf - netterweise genau an jenem Tag, als mein Artikel über das Licht erschien.

 

 

Irisierende Wolken sind nicht selten. Wegen der Nachbarschaft zur Sonne entgehen sie aber unserer Aufmerksamkeit.

 

 

Der starken Helligkeit wegen tut sich das Auge schwer, die subtilen Tönungen zu erkennen. Leichter ist es, wenn sich diese Wolken z.B. in der Scheibe eines PKW spiegeln.

 

 

Aus gleichem Grund fällt die Sichtung mit einer Sonnenbrille leichter. Wenn man durch eine getönte Sonnenbrille knipst, treten freilich Farbstiche auf.

 

 

Der Stern Arkturus im Bärenhüter.

Die dekorativen Strahlen sind bloß Beugungserscheinungen an zwei vor dem Objektiv montierten Holz-Spießchen.

 

Auf manchen Profi-Aufnahmen sieht man ähnliches: Dort beugten die Streben der Fangspiegelhalterung das Sternenlicht.

 

 

Auf 1 mm scharen sich grob 600 Spurrillen auf einer CD zusammen. Das sorgt für intensive farbige Beugungserscheinungen.

 

Mit einem Beugungsgitter wurde 2013 dieses Spektrum der Nova Delphini gewonnen. Wasserstoff sorgt für die helle blaue und rote Emission.

 

 

Die Interferenz

 

 

Die Entspiegelung von Brillengläsern fußt auf der Lichtauslöschung durch Interferenz. Die verbliebenen, gedämpften Spiegelbilder erscheinen eingefärbt.

 

 

Streuung, Beugung und Interferenz in einem Bild:
Angeblitzter Staub streut zurück. Weil nicht im Fokus, entstehen große Beugungsscheibchen.

 

Die Vergütung der Linse sorgt für die Farben. Unbelehrbare Esoteriker sprechen von "Orbs" und "paranormalen Erscheinungen".

 

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü