Supernovae
Novae sieht man fast immer nur in unserer eigenen Milchstraße. Supernovae sind viel leuchtkräftiger und seltener. Man muss eine große Anzahl fremder Galaxien durchmustern, um sie aufzustöbern.
Schön anzusehen sind meine Bilder nicht, weil sich Galaxien vom Wiener Stadtgebiet aus kaum noch ablichten lassen. Kunstlicht überflutet hier den Himmel. Ich schoss die Aufnahmen außerdem mit viel zu hoher ISO-Zahl. Mein Ziel war, sie astrometrieren zu können - also die Himmelskoordinaten der flüchtigen Supernovae präzise zu bestimmen.
Was exakt in der Bildmitte wie ein Doppelstern aussieht, ist die 47 Mio. Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 3310 im Großen Bären samt der dortigen, schwächeren Supernova 2026sqf (Fotodaten)
In der Galaxie M61 (Jungfrau) leuchtete die Supernova SN2020jfo auf. Hier kollabierte ein Riesenstern (Typ II Supernova) mit mindestens 8 Sonnenmassen in 52 Mio. Lichtjahren Abstand.
SN 2020hvf in der Galaxie NGC 3643 (Löwe): Da wurde eine Weiße Zwergsonne von ihrem Sternpartner mit Wasserstoff "überfüttert" - bis es den Stern zerriss.